Warum ‚läuft noch‘ Sie tausende Euro kosten kann

Als RAM-Preise um 300% explodierten – und wir trotzdem günstiger wurden

Oder: Warum „läuft noch“ manchmal richtig teuer wird

Manchmal beginnen die interessantesten IT-Projekte mit drei harmlosen Worten: „Der läuft noch.“

Im Mai dieses Jahres saßen wir bei einer Metzgerei in der Rhein-Neckar-Region. Der Server war über sieben Jahre alt, lief 24/7 im Betrieb – und zeigte deutliche Ermüdungserscheinungen. In wenigen Wochen waren bereits zwei Festplatten ausgefallen. Beim ersten Mal rückten wir mit Express-Lieferung an, retteten notdürftig die Daten. Beim zweiten Mal, nur kurze Zeit später, das gleiche Spiel. Zwei Notfall-Einsätze in kürzester Zeit – das sind keine Zufälle mehr, das sind Warnsignale.

Unsere Empfehlung: Neuer Server. Jetzt. Nicht irgendwann.

Wir erstellten ein Angebot mit 256 GB RAM, zukunftssicher dimensioniert. Preis: 19.562 Euro.

Die Antwort: „Zu teuer. Der läuft doch noch.“

Sieben Monate später: Der Preis-Schock

Anfang Dezember das

 erwartbare Telefon: „Wir brauchen den Server jetzt doch.“

Routine, dachte ich. Alte Konfiguration raussuchen, aktuelle Preise checken, neues Angebot. Zehn Minuten Arbeit.

Dann öffne ich die Preisliste:

HPE 32GB DDR5 RAM

Mai: 185 Euro
Dezember: 690 Euro

Der Preis hatte sich fast vervierfacht.

Die komplette Mai-Konfiguration? Würde jetzt über 27.000 Euro kosten. Über 7.500 Euro Preisunterschied – bei exakt der gleichen Hardware.

Die globale Chip-Knappheit hatte Server-Hardware voll erwischt. Enterprise-RAM war praktisch nicht mehr verfügbar. Und was verfügbar war, kostete ein Vielfaches.

Unsere Lösung: Intelligenz schlägt rohe Kraft

Jetzt waren wir gefragt. Dem Kunden einfach „Tja, Marktlage“ zu sagen – das ist nicht unser Stil.

Wir stellten die einzig richtige Frage: Was braucht eine Metzgerei wirklich?

Im Mai hatten wir großzügig geplant: 256 GB RAM, sicher ist sicher. Aber unter dem Druck der Preisexplosion schauten wir genauer hin. Warenwirtschaft, Buchhaltung, Backups – alles wichtig, aber kein RAM-Monster.

Die Erkenntnis: 128 GB reichen völlig aus. Mit Puffer. Mit Luft nach oben. Aber ohne Ballast.

Dazu eine CPU mit besserer Single-Core-Performance. Für deren Anwendungen bringt das mehr als doppelt so viel Arbeitsspeicher.

Nach zwei Tagen intensivem Verhandeln mit unserem Hardware-Lieferanten des Vertrauens hatten wir es:

128 GB RAM für 2.760 Euro
Gesamtpreis: 17.277 Euro

Ja, der RAM war pro Gigabyte viermal teurer als im Mai. Aber durch clevere Anpassung und gute Partnerschaften war der Gesamtpreis 2.285 Euro günstiger als das Mai-Angebot.

Der Server: Günstiger UND besser auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt.

Was das Warten wirklich gekostet hat

Klingt nach Happy End? Nicht ganz.

Der Kunde zahlt zwar 2.285 Euro weniger, bekommt aber nur die Hälfte an RAM. Nicht weil wir knausrig waren, sondern weil mehr unbezahlbar war. Hätte er im Mai zugegriffen: 256 GB für 19.562 Euro – ein Server für zehn Jahre.

Dazu die sieben Monate mit instabilem System, genervten Mitarbeitern und der ständigen Angst vor dem Totalausfall.

Der neue Server kommt im Januar. Endlich Ruhe, endlich stabil. Und der Chef wird sich denken: „Hätte ich das mal im Mai gemacht.“

Die Lektion

IT-Preise sind nicht mehr planbar. Was heute 500 Euro kostet, kann morgen 2.000 Euro kosten – oder gar nicht verfügbar sein.

Aber mit dem richtigen Partner muss „später“ nicht automatisch „teurer“ bedeuten. In diesem Fall haben wir durch Expertise und langjährige Lieferantenbeziehungen sogar eine günstigere Lösung gefunden.

Der Unterschied? Wir verkaufen nicht einfach Hardware. Wir schauen hin: Was braucht ihr wirklich? Wo ist der beste Zeitpunkt? Was ist die intelligenteste Lösung?

Das ist der Unterschied zwischen einem Hardware-Verkäufer und einem IT-Partner.


Steht bei euch auch ein Server-Austausch im Raum? Redet mit uns, bevor es brennt. Gemeinsam finden wir den richtigen Zeitpunkt – ehrlich, transparent, ohne Verkaufsdruck.

Falls Sie mehr zu diesem Fall erfahren wollen: Hier zur vollständigen Geschichte 

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