Die vollständige Geschichte: Was wirklich passiert ist
Sie haben die Kurzfassung gelesen? Hier ist, was zwischen den Zeilen stand.
Der Moment, als die Zahlen keinen Sinn mehr ergaben
Ich sitze vor meinem Bildschirm. Die Preisliste vom Dezember ist gerade reingekommen. Und mit jedem Scrollen wird mir klarer: Das wird schwierig.
Manche RAM-Module kosten das Vierfache. SSDs sind explodiert. Bei manchen Komponenten steht: „Lieferzeit unbekannt“.
Die komplette Mai-Konfiguration? Würde jetzt mehrere tausend Euro mehr kosten.
Ich stelle mir die Reaktion des Geschäftsführers vor. Der Mann, der im Mai „zu teuer“ gesagt hat, soll jetzt deutlich mehr zahlen? Das verkaufe ich ihm nicht. Das verkaufe ich mir selbst nicht.
Ich schreibe unserem Lieferanten. Keine Standard-Anfrage. Sondern: „Wir brauchen eine Lösung. Was ist möglich?“
Seine Antwort kommt schnell:
„ACHTUNG: RAM und SSDs bleiben komplette Katastrophe. Können sich jederzeit wieder ändern….“
Zwischen den Zeilen lese ich: Der Markt ist verrückt. Was heute da ist, kann morgen weg sein.
Aber auch: Es gibt eine Chance.
Die Frage, die alles änderte
Wir setzen uns zusammen und stellen die Frage, die wir schon im Mai hätten stellen sollen:
„Was braucht eine Metzgerei wirklich?“
Im Mai hatten wir großzügig geplant. Viel Puffer. Sicher ist sicher, dachten wir.
Jetzt schauen wir ehrlicher hin. Und merken: Wir hatten zu viel eingeplant. Nicht falsch – aber zu viel.
Nach zwei Tagen intensiver Arbeit mit unserem Lieferanten haben wir eine Lösung: 17.277 Euro.
Günstiger als Mai. Und trotzdem besser auf die Bedürfnisse abgestimmt.
Ich schreibe dem Kunden. Erkläre die Situation. Zeige die Zahlen.
Seine Antwort: „Machen wir. Danke.“
Was wirklich gewonnen wurde
Der Server kommt im Januar. Endlich keine Abstürze mehr. Kein Brummen. Keine nächtlichen Sorgen.
Aber die eigentliche Geschichte handelt von etwas anderem: Was hätte sein können?
Hätte der Kunde im Mai gekauft: 19.562 Euro, großzügig dimensioniert, zu Preisen, die es heute nicht mehr gibt.
Jetzt zahlt er 2.285 Euro weniger. Aber zu ganz anderen Marktbedingungen. Mit weniger Reserve nach oben. Das ist ein guter Deal – aber ein anderer als im Mai.
Dazu die sieben Monate: Zwei Notfall-Reparaturen. Instabile Systeme. Frustrierte Mitarbeiter. Die Sorge, ob morgen noch alles läuft.
Diese Kosten stehen auf keiner Rechnung. Aber sie sind real.
Die drei Lektionen
Erstens: „Läuft noch“ ist teurer als gedacht.
Ein instabiler Server, der 24/7 läuft, ist eine tickende Zeitbombe. Die versteckten Kosten – verlorene Zeit, Stress, Notfall-Einsätze – summieren sich.
Zweitens: Partnerschaften zählen.
Ohne jahrelange, verlässliche Beziehung zu unserem Lieferanten hätten wir diese Lösung nie gefunden. Wer nur nach dem billigsten Preis schaut, hat in Krisenzeiten keine Freunde.
Drittens: Weniger kann mehr sein.
Die beste Hardware ist nicht die mit den größten Zahlen. Sie ist die, die genau passt. Manchmal muss man gezwungen werden, ehrlich hinzuschauen.
Die neue Realität
Früher waren IT-Preise stabil. Warten lohnte sich meistens.
Diese Zeit ist vorbei.
Was heute bezahlbar ist, kann morgen unbezahlbar sein. Globale Lieferketten sind fragil. Chip-Knappheit trifft mal hier, mal da.
Das heißt nicht: Panisch kaufen. Aber: Timing ist wichtiger geworden.
Die Frage ist nicht mehr nur „Brauche ich das?“, sondern „Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?“. Und diese Frage kann man nicht alleine beantworten.
Warum wir das teilen
Wir hätten einfach den Server verkaufen können. 17.277 Euro abrechnen. Fertig.
Aber in dieser Geschichte steckt mehr. Eine Lektion für andere Unternehmen. Ein Einblick in die IT-Realität 2025.
Wir verkaufen keine Hardware. Wir lösen Probleme. Manchmal bedeutet das, den günstigeren Weg zu finden. Manchmal bedeutet das, ehrlich zu sagen: „Das brauchen Sie nicht.“
In diesem Fall bedeutete es: Unter Druck kreativ werden. Kämpfen statt aufgeben.
Das macht mehr Arbeit. Aber es ist der Unterschied zwischen einem Hardware-Verkäufer und einem IT-Partner.
Was Sie mitnehmen sollten
Falls Sie eine IT-Investition aufschieben:
Rechnen Sie, was Warten wirklich kostet. Nicht nur in Euro, sondern in Zeit, Nerven und Risiko.
Falls Sie vor einer Anschaffung stehen:
Hinterfragen Sie: Brauche ich wirklich alles? Manchmal wird zu großzügig geplant.
Falls Sie einen IT-Partner suchen:
Achten Sie nicht nur auf den Preis. Achten Sie darauf, wer kämpft, wenn es schwierig wird.
Falls Sie denken „Läuft noch“:
Vielleicht. Aber zu welchem Preis?
Steht bei euch auch ein Server-Austausch im Raum?
Sprecht uns an. Wir schauen uns eure Situation an – ehrlich, transparent, ohne Verkaufsdruck. Manchmal sagen wir: „Warten Sie noch.“ Manchmal: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.“
Aber immer mit dem Ziel, die beste Lösung für euer Unternehmen zu finden. Nicht für unseren Umsatz.
Das ist der Unterschied zwischen einem Hardware-Verkäufer und einem IT-Partner.
BreiHof IT – Euer IT-Systemhaus aus Heidelberg.
